Der Autofahrer als Nutzer einer Straße ist ausschließlich an den Auswirkungen der Oberflächeneigenschaften der Fahrbahn interessiert. Er erwartet von der Fahrbahnoberfläche ein hohes Maß an Fahrkomfort und Sicherheit. Dieser Anspruch bedingt eine Reihe von Anforderungen an die Oberflächeneigenschaften:
- Rauheit
- Griffigkeit
- Ebenheit (Längs- und Querebenheit)
- Akustische Eigenschaften (Auswirkungen auf Straßenanlieger).
Das "Merkblatt zur Bewertung der Straßengriffigkeit bei Nässe" - M BGriff 2003 - definiert "Rauheit" als die geometrische Gestalt der Fahrbahnoberfläche im Wellenlängenbereich von wenigen Mikrometern bis einigen Dezimetern. Unterschieden wird zwischen Mikro-, Makro- und Megarauheit; letztere umfasst den Wellenlängenbereich von etwa 50 mm bis 500 mm und hat einen maßgebenden Einfluss auf das Reifengeräusch.
Nach der gleichen Richtlinie ist "Griffigkeit" die Wirkung der Rauheit und der stofflichen Beschaffenheit der Fahrbahnoberfläche auf den Kraftschluss Reifen/Fahrbahn gekennzeichnet, durch den unter festgelegten Bedingungen gemessenen Kraftschluss zwischen Messreifen und angenässter Fahrbahnoberfläche.
Zur Beurteilung der Griffigkeit von Straßenoberflächen mit dem Messverfahren SCRIM werden in der Richtlinie folgende Werte angegeben:
|
Messgeschwindigkeit (km/h) |
Griffigkeitswert | |
| Warnwert |
80 |
0,39 |
|
60 |
0,44 | |
|
40 |
0,49 | |
| Schwellenwert |
80 |
0,32 |
|
60 |
0,37 | |
|
40 |
0,42 |
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