Durch das prognostizierte Wachstum im Bereich des Nah- und Güterfernverkehrs um 70% bis zum Jahr 2030 gewinnen innovative und hochstandfeste Bauweisen im Bereich der Kommunal- und Fernstraßen weiter an Bedeutung, um einen dauerhaft standfesten Gesamtaufbau der Straße zu sichern und zukünftige Erhaltungszyklen des Verkehrträgers Straße zu verlängern.
Die Schere zwischen den steigenden Anforderungen an Quantität und Qualität der Infrastruktur einerseits und den zur Verfügung stehenden öffentlichen Mitteln andererseits klafft immer weiter auseinander. So bleiben seit vielen Jahren die staatlichen Investitionen für Erhalt, Aus- und Neubau der Verkehrsinfrastruktur weit hinter dem Bedarf zurück.
Laut einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Urbanistik liegt der Investitionsbedarf im kommunalen Straßenbau im Zeitraum 2004 bis 2020 bei jährlich rund zehn Milliarden Euro. Heute geben Städte und Gemeinden rund 4,5 Milliarden Euro pro Jahr hierfür aus. Eine Verdopplung der Investitionen wäre somit notwendig.
Trotzt der knappen Finanzmittel ist es jedoch dringend notwendig, die Gebrauchseigenschaften und die Substanz der kommunalen Straßen zu erhalten. Dies kann durch gezielte Bau- und Erhaltungsmaßnahmen erreicht werden. Die leeren Kassen zwingen dazu, Bauweisen zu wählen, die eine möglichst lange Nutzungsdauer aufweisen.
Mitarbeiter der Straßenbauverwaltung Landkreis Ostalb, Asphalttechnologen / -Experten und Fachleute der Firma J. Rettenmaier & Söhne haben daher Anfang 2008 nach Möglichkeiten gesucht, den heutigen gestiegenen Anforderungen im kommunalen Straßenbau gerecht zu werden. Im Rahmen eines Erfahrungsaustausches wurden die Stärken und Schwächen der vorhandenen Asphaltbauweisen diskutiert und dabei festgestellt, dass Bauweisen nach dem Splittmastixprinzip sehr gute Voraussetzungen für nachhaltige Asphaltschichten aufweisen. Als Ergebnis dieses Erfahrungsaustausches wurde eine Decktragschicht nach dem Splittmastixprinzip konzipiert.
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